Der Schönbär: Nachtfalter mit Signalfarbe

Schönbär
Schönbär Foto: Walter Schön/BUND

Der Schönbär trägt seinen Namen wirklich zu Recht. Er ist ein wunderschöner Schmetterling mit schwarz-weiß-rot gemusterten Flügeln, der leider sehr selten geworden ist. 2010 war er Schmetterling des Jahres.

Woher der Schönbär seinen Namen hat

Teil 1 seines Namens erklärt sich, wenn man den Falter ansieht. Und um Teil 2 zu verstehen, muss man seine Raupe angucken. Die hat nämlich eine „bärenartige“ Behaarung.

Warnung für Fressfeinde

Bis zu sechs Zentimeter groß wird der Schönbär, der zu den wenigen Nachtfaltern gehört, die auch am Tag aktiv sind. Wenn er auf Pflanzen sitzt, macht er sich ziemlich unsichtbar, denn die roten, manchmal auch gelben Hinterflügel sind dann nicht zu sehen. Die Vorderflügel tragen Schwarz mit hellen Flecken. Das Rot der Hinterflügel hat aber eine wichtige Bedeutung: Mit dieser Signalfarbe warnt er Vögel, dass er ungenießbar ist.

Der Schmetterling liebt feuchte Wälder und Bachläufe

Bevorzugter Lebensraum des hübschen Schmetterlings sind feuchte und lichte Wälder, Bachufer und Sumpfgebiete. Alles Landschaften, de selten geworden sind. Intensive Forstwirtschaft, das Trockenlegen kleiner Gewässer und das Mähen von Bachufern und Wegrändern lässt den Schönbären verschwinden.

Eiablage an Brennesseln und Himbeeren

Der Schmetterling, der im Juni und Juli unterwegs ist, liebt den Nektar von Disteln und anderen Pflanzen. Und für seine Brut braucht er Schmetterling Gewächse wie Brennessel, Himbeere, Hasel, Mädesüß, Kohldistel oder Taubnessel. Dort legt das Weibchen die Eier ab, aus denen im August die Raupen schlüpfen. Deren dichte Behaarung ist ein Schutz vor Fressfeinden, die ihre Beute schlecht greifen können.

Die Raupen überwintern am Boden und verpuppen sich im kommenden Mai.

Schönbär im Garten

So schön wie der deutsche ist auch der wissenschaftliche Name des Schönbären: Callimorpha dominula bedeutet so viel wie „schöngestaltige kleine Herrin“. Und die verdient schon etwas Respekt, oder? Helfen kann man, indem man die Pflanzen, an bzw. von denen der Schmetterling lebt, einfach stehen lässt. Das gilt für die wilde Natur ebenso wie für den heimischen Garten. Dann ist der Schönbär vielleicht bald Dauergast…

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