Seltene Schönheit: das Berg-Sandglöckchen

Berg-Sandglöckchen Foto: Silke Böttcher
Berg-Sandglöckchen Foto: Silke Böttcher

Wenn man sich das Berg-Sandglöckchen auf dem Foto oben so ansieht, kann man sich kaum vorstellen, dass es sich unsichtbar machen kann. Aber das beherrscht es geradezu perfekt. Auf Trockenrasenflächen, wie es sie zum Beispiel im Grunewald gibt, versteckt es sich zwischen anderem Grün. Den Insekten allerdings entgeht die zarte Schönheit nicht. Beinahe jede Blüte ist von Schmetterlingen, Käfern oder Bienen besetzt.

Berg-Sandglöckchen blühen ab Juni

Auf den ersten Blick könnte man das Berg-Sandglöckchen, das auch als Sandknöpfchen bekannt ist und zwischen Juni und August blüht, mit einer Skabiose verwechseln – manche nennen die Pflanze auch Schaf-Skabiose. Aber das Berg-Sandglöckchen gehört zu den Glockenblumengewächsen, während die Skabiosen Geißblattgewächse sind.

Vorliebe für trockene Böden

Die lilablauen Blüten sind ungefähr anderthalb Zentimeter groß, die einzelnen Blütenblätter nadelartig. Die Pflanze selbst wird ungefähr kniehoch, die Blätter sind kurz, schmal und behaart – typisch für Pflanzen, die an Trockenheit angepasst sind. Denn wo das Berg-Sandglöckchen steht, ist der Boden trocken und oft sandig – auch auf Brachflächen ist es zu sehen. Sein Trick sind die Wurzeln, die bis zu einen Meter tief in die Erde reichen und es so mit Wasser versorgen.

Das Berg-Sandglöckchen verträgt keinen Dünger

Nach der Blüte bildet die Pflanze, die übrigens Blume des Jahres 1990 war, eine Kapsel mit Samen, die mit dem Wind verbreitet werden. Häufig ist das Berg-Sandglöckchen übrigens nicht, auch wenn es an seinen Standorten oft in großer Zahl zu sehen ist. Denn sobald Dünger und Nährstoffe ins Spiel kommen, ist die Pflanze verschwunden. Das ist auch einer der Gründe, warum Trockenrasen so selten geworden sind.

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