So ein Schneckenleben

Bänderschnecke Foto: Silke Böttcher
Bänderschnecke Foto: Silke Böttcher

Schnecken sind ja keine sonderlich beliebten Zeitgenossen. Das liegt unter anderem an ihrer Rolle als Gartenschreck. Denn ihr Appetit scheint riesig zu sein – und ihre Vorliebe für des Gärtners Lieblingsgrün besonders groß. Gemeint sind die Wegschnecken, denen man den Weg zu ihrem Speisesaal im Garten übrigens ganz gut mit einer ums Beet gestreuten Schicht aus Sägemehl und Kalk oder aus Kaffeesatz verbauen kann.  Aber wussten Sie, dass Schnecken auch sehr nützlich sind?

Schnecken als Gesundheitspolizei

Sie fressen nämlich auch verfaulte Pflanzenteile und tote Tiere und sind damit ein bisschen die Gesundheitspolizei im Garten. Das gilt besonders für die Bänderschnecken, die im Gegensatz zu den Wegschnecken Häuser mit sich herumtragen (Foto). Die Gehäuse sind gelb oder bräunlich, knapp zwei Zentimeter groß und leicht wie eine Feder.

Die Liebespfeile der Schnecken

Es gibt noch mehr über Schnecken zu erzählen, die besonders bei feuchtem Wetter überall unterwegs sind. Sie tragen nämlich Liebespfeile mit sich herum! Ja, die haben mit dem Liebesspiel bei der Paarung zu tun, aber wir wollen hier nicht ins Detail gehen.

Ein Zwerg von 1,2 Millimetern Größe

Ungefähr 200 Schneckenarten gibt es in Berlin und Brandenburg. Die größte (und bekannteste) ist die bis zu zehn Zentimeter lange Weinbergschnecke mit ihrem beigefarbenen Haus. Die kleinste trägt den passenden Namen Punktschnecke und ist so winzig, dass man eine Lupe braucht: 1,2 Millimeter. Und wenn man bedenkt, dass Schnecken auf dem Land, in Teichen und sogar im Meer leben, dann kommen sie einem plötzlich doch nicht mehr nur als Störenfriede vor.

Sehen kann man die unterschiedlichsten Schnecken übrigens im Aquarium des Zoologischen Gartens, wo auch über die Ernährung und Lebensweise der Schnecken informiert wird.

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