Tag gegen Lärm: 15 Sekunden für mehr Stille

Tag gegen Lärm
Tag gegen Lärm

Haben Sie schon mal etwas vom Internationalen Tag gegen Lärm gehört? Ich auch nicht. Dabei findet er schon zum 22. Mal statt: am 24. April. Umso komischer finde ich, dass man kaum etwas von diesem Ereignis weiß, denn die Welt braucht solche Tage ganz dringend.

Tag gegen Lärm als Mahnung

Wir sind so sehr von Krach umgeben, dass wir ihn manchmal gar nicht mehr bemerken. Und erst wenn es um uns herum mal wirklich vollkommen still ist, fällt uns auf, dass etwas anders ist.  Vielleicht zieht es die Berliner  auch deshalb so oft in die Natur, weil es dort still ist.

Krach macht krank

Der Internationale Tag gegen Lärm (International Noise Awareness Day) macht auf die Lage aufmerksam. Denn nach der neuesten Statistik des Umweltbundesamtes fühlen sich 76 Prozent der Deutschen vom Straßenverkehrslärm gestört oder belästigt, 44 Prozent vom Flugverkehrs- und 38 Prozent vom Schienenverkehrslärm. Ab wann macht Krach krank? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt Zielwerte: Tagsüber sollten 65 dB(A) und nachts 55 dB(A) nicht überschritten werden (auf lange Sicht sollten es maximal 50 dB(A) am Tage bzw. 40 dB(A) in der Nacht sein).

Wettbewerb für Schüler

Wem die Zahlen zu abstrakt sind: Krach verursacht Stress, schädigt das Gehör, stört den Schlaf, macht nervös und beeinträchtigt das Lernvermögen bei Kindern. Deshalb gibt es am Tag gegen Lärm einen Schülerwettbewerb, bei dem Schüler der Klassen 1 bis 6 mitmachen können. Es geht darum, unangenehme und angenehme Geräusche zu identifizieren und dann zum Thema „So klingt meine Welt“ ein Bild zu gestalten oder ein Video zu drehen.

15 Sekunden Stille am Tag gegen Lärm

Die Aktion hat Ähnlichkeit mit der „Earth Hour“, bei der in aller Welt eine Stunde lang das Licht ausgeschaltet wird. Beim Tag gegen Lärm geht es wieder darum, innezuhalten: Am 24. April wird dazu aufgerufen, um Punkt  14.15 Uhr für 15 Sekunden einfach ganz still zu sein. 15 Sekunden ohne Autolärm, Geschrei, Telefongeklingel…. Gar nicht so schwer. Aber in einer Weltstadt wie Berlin gar nicht so einfach.

Informationen zum Tag gegen Lärm 


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