Die Tannenmeise am Futterhäuschen

Tannenmeise
Tannenmeise

Gerade einmal elf Zentimeter groß wird die Tannenmeise, die zu den Vögeln gehört, die man oft gar nicht wahrnimmt. Der Winzling ist an seinem schwarzen Kopf mit weißen Wangenflecken, hellbraun-weißem Bauch und hellbraunen Seiten gut zu erkennen.

Die Tannenmeise liebt Wälder

Die Flügel sind blaugrau und tragen eine doppelte weiße Binde. Sehen kann man den Vogel in Fichten-, Misch- und Tannenwäldern, aber auch in Parks und sogar in Gärten, wenn es dort Nadelbäume gibt.

Seltener zu sehen als die Verwandten

Bei der Stunde der Wintervögel vor einer Woche wurde die Tannenmeise in Berlin bisher 194 mal gemeldet, sie steht damit auf Platz 29 (bundesweit auf Platz 23 – die endgültigen Zahlen stehen noch nicht fest).

Mit Verwandten wie der Kohlmeise und der Blaumeise kann sie zahlenmäßig nicht mithalten, obwohl auch sie recht häufig ist. Im Winter sind die Chancen, sie zu sehen, an Futterhäuschen ganz gut. Sie ist einer der Vögel mit kurzer Fluchtdistanz.

Lieblingsnahrung: Samen von Nadelbäumen

Hauptnahrung der Tannenmeise sind, wie der Name schon vermuten lässt, die Samen von Nadelbäumen wie Fichten und Kiefern. Die lassen sie sich ganz gerne von Eichhörnchen „servieren“, die die geschlossenen Zapfen aufbeißen und dabei immer einige Samen verlieren.

Unterwegs auch auf dünnen Zweigen

Spannend ist, dass die kleine Meise Vorräte anlegt. Sie versteckt Samen in den Bäumen, und zwar am liebsten an ganz dünnen Zweigen – für die nämlich sind die meisten anderen Vögel zu schwer. Die nur etwa acht bis zehn Gramm schwere Tannenmeise dagegen halten die Zweige aus.

Brutplatz in der Höhle

Obwohl sie sich sehr geschickt im Baum bewegt und zudem kräftige Krallen hat, mit denen sie sich auch an Zweige hängen kann, sucht sie sich als Brutplatz eine Höhle im Erdreich oder in Felsen. Die polstert sie mit Moos und Halmen aus, bevor sie fünf bis zwölf Eier legt. Der Nachwuchs schlüpft zwischen April und Juli und braucht dann nur etwa drei Wochen, bis er fliegen kann.

Tannemeise: Standvogel und Wintergast

Die Tannenmeisen, die man im Winter sieht, können daheimgebliebene sein – in Mitteleuropa ist sie ein Standvogel. Es kommen aber auch Tiere aus nördlichen Regionen als Wintergäste.

Tipps für Gartenbesitzer

Wer einen Garten hat und dort gern mehr Vögel sehen möchte, der kann einiges tun, um sie anzulocken. Etwa auf Pestizide verzichten und auch Wildblumen pflanzen, die bei Insekten sehr beliebt sind. Mehr Infos gibt es in der 60seitigen Broschüre „So wird der Garten zum Vogelparadies“, das der Nabu herausgegeben hat. Für zwei Euro kann man sie direkt beim Nabu online bestellen.


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