Thymian: Gegen Husten ist ein Kraut gewachsen

Thymian Foto: Silke Böttcher
Thymian Foto: Silke Böttcher

Nein, das Pflänzchen oben auf dem Foto blüht noch nicht. Es ist erst im Sommer dran. Und auch dann sieht man es  trotz seiner auffälligen Farbe kaum. Aber man bemerkt es garantiert, wenn man versehentlich drauftritt: Denn der Thymian, der meist nur etwa  zehn Zentimeter hoch wächst, verströmt einen äußerst intensiven Duft.

Thymian in Berlin und Brandenburg

Warum ich gerade jetzt darauf komme? Pünktlich zum Frühlingsanfang fährt das Wetter Achterbahn – und mich hat eine dicke Erkältung erwischt. Und auf der Suche nach sanfter Hilfe bin ich auf den Thymian gestoßen. Zu den in der wilden Natur in Berlin und Brandenburg vorkommenden Arten gehören der (seltene) Sand- und der Feld-Thymian, der zweite ist auch als Quendel bekannt. Der Sonnenanbeter wächst am liebsten auf Trockenrasen und an Böschungen.

Schutz vor bösen Geistern…

Die Heilkräfte der Pflanze sind schon seit der Antike bekannt. Damals glaubte man allerdings noch, dass Quendel Dämonen abwehren kann, wenigstens aber gegen Blitze und böse Geister hilft. Man verwendete ihn als Frauenheilmittel, und Hildegard von Bingen empfahl ihn gegen Hautreizungen.

Das mit den bösen Geistern lassen wir mal außen vor, aber gegen Frauenbeschwerden und Hautprobleme  wird er auch heute noch eingesetzt. Vor allem aber wirken seine ätherischen Öle gegen Erkrankungen der oberen Atemwege.

Thymian hat antibiotische und entzündungshemmende Eigenschaften und  hilft bei Husten und Erkältungen. Sogar Reizhusten wird gemildert. Am einfachsten ist die Einnahme als Tee.

Thymian – leckeres Gewürz und Magnet für Bienen

Ganz nebenbei ist Thymian, der an seinen Standorten manchmal größere Flächen überwuchert,  auch noch ein sehr leckeres Gewürz, das zur mediterranen Küche passt  und schwere Gerichte leichter verdaulich macht.

Er steckt in Würzmischungen wie den Kräutern der Provence, und wer ihn im Garten oder im Balkonkasten zieht, der freut sich nicht nur über den wunderbaren Duft, sondern auch noch darüber, dass er eine magische Anziehungskraft auf Bienen und Schmetterlinge ausübt.  Und wer freut sich nicht über summenden Besuch am Beet?

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2 thoughts on “Thymian: Gegen Husten ist ein Kraut gewachsen”

    1. Liebe Sabine,
      das ist Thymus pulegioides, der Breitblättrige bzw. Feld-Thymian. Er ist eigentlich winterhart, weil er ja eine heimische Pflanze ist. Allerdings braucht er trockene, basenreiche und nährstoffarme Böden, z.B. Sand. Ich könnte mir vorstellen, dass er in feuchter Gartenerde vielleicht nasse Wurzeln bekommt und deshalb erfriert.
      Liebe Grüße von Silke

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