Tierisches Ökowerk: Auf der Suche nach Wald-Insekten

Punktierte Zartschrecke
Punktierte Zartschrecke Foto: Silke Böttcher

Dass der Wald voller Leben steckt, ist ja bekannt. Aber vieles davon läuft im Verborgenen ab, wirklich sehen kann man nur wenig. Einblicke gibt es morgen beim Thementag „Tierisches Ökowerk“.

Tierisches Ökowerk: Suche nach Winzlingen

Die kleinen Bewohner von Komposthaufen, Totholz oder Gestrüpp sind sehr geschickt darin, sich unsichtbar zu machen (gut zu erkennen zum Beispiel an der Punktierten Zartschrecke auf dem Foto, die exakt das gleiche Grün hat wie das Blatt unter ihr). Aber mit Hilfe von Becherlupen, Schüttelsieben und Insektenstaubsaugern (gibt es wirklich – zum Fangen von Bodentieren) kommt man ihnen auf die Spur.

Assel, Spinne und Ameise unter der Lupe

Welche Tiere das sein werden, steht natürlich nicht fest, aber die Chancen stehen gut, die unterschiedlichsten Insekten zu sehen. Ameisen ganz bestimmt, vielleicht auch Ohrenkneifer (die offiziell eigentlich Ohrwürmer heißen). Zu den etwas häufigeren Bodenbewohnern gehört auch die Rollassel, eine etwa einen Zentimeter lange Assel, die sich zu einer gepanzerten Kugel zusammenrollen kann, wenn Gefahr droht. Auch die Wolfsspinne, die kein Netz spinnt, sondern ihre Beute verfolgt, sieht man im Wald häufig über den Boden flitzen. Ein weiteres Insekt ist der Moosskorpion, der wirklich ein bisschen so aussieht wie sein Namensverwandter aus dem Süden. Das Spinnentier wird ungefähr vier Millimeter lang, ist schwarzglänzend und hat eindrucksvolle Scherenarme, mit denen es seine Beutetiere fängt. Der Moosskorpion wohnt im Waldboden.

Apartes Geschöpf: die Punktierte Zartschrecke

Die Punktierte Zartschrecke auf dem Foto ist übrigens ein Jungtier. Sie gehört zu den Laubheuschrecken und lebt hauptsächlich in Gebüschen. Im Spätsommer hört man sie zirpen, danach legen die Weibchen die Eier ab, der Nachwuchs schlüpft im nächsten Frühjahr.

Die Veranstaltung beim Thementag im Ökowerk mit dem passenden Namen „Ab in die Unterwelt“ wird geleitet von Reiner Grube und wendet sich an Kinder und Erwachsene.

Forschen mit der Maus

Übrigens: Wer etwas größere Tiere sehen möchte, sollte sich ebenfalls im Rahmen des Thementages Tierisches Ökowerk morgen die Veranstaltung „Forschen mit der Maus“ ebenfalls im Ökowerk vormerken. Eckard Reinke-Nobbe gibt Einblicke ins Leben der kleinen Nager und zeigt lebende Beispiele.

Thementag Tierisches Ökowerk, Teufelsseechaussee 22. 21. September. Ab in die Unterwelt: 12-13.30 Uhr, 14-15.30 Uhr und 16-17.30 Uhr. Teilnahme 5 Euro. Forschen mit der Maus: 12.30-14.30 und 15-17 Uhr, Teilnahme 5 Euro.

463 total views, 1 views today


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2012-2017 Silke Böttcher · Wildes Berlin · All Rights Reserved

Facebook
thomas davisthomas davis