Tierspuren im Schnee

Tierspuren
Tierspuren

Im Winter können sich die Bewohner des Waldes nicht unbemerkt vorwärts bewegen – überall sieht man Tierspuren. Pfoten, Krallen und Hufe drücken sich im Schnee ab. Einige Spuren verraten alles, bei anderen muss man überlegen. Das macht einen Spaziergang im Winter so spannend, vor allem, wenn man jemanden dabeihat, der Fährten lesen kann. Am Dienstag gibt es einen Spaziergang auf den Spuren von Tieren im Landschaftspark Herzberge.

Tierspuren und mehr im Landschaftspark Herzberge

Die Naturpädagogin Birgit Wackwitz beschränkt sich nicht nur auf die Trittspuren, sie weiß auch, welches Tier zum Beispiel an einem bestimmten Ort gefressen und Samenschalen hinterlassen hat. Oder von welchem Geschöpf die Kotkrümelchen sind, die da im Schnee liegen.

Schafe als Rasenmäher

Im Landschaftspark Herzberge in Lichtenberg, in dem Rauhwollige Pommersche Landschafte als Rasenmäher eingesetzt sind und seltene Tiere wie Zauneidechsen Rückzugsflächen finden, gibt es regelmäßig Führungen und Workshops, die Kindern und Erwachsenen die Natur näher bringen sollen. Der 100 Hektar große Park, der 2003 auf einem ehemaligen Industriegelände entstand, ist ein Naturidyll mit Wiesen, Weiden und alten Bäumen – kein Wunder, dass sich hier immer wieder neue Tierarten ansiedeln.

Trittspuren von Wildschweinen

Das macht den Spaziergang mit Birgit Wackwitz so spannend. Die Eidechsen werden natürlich keine Tierspuren im Schnee hinterlassen – sie verbringen den Winter irgendwo gut vor der Kälte geschützt im Schlaf. Aber sehen könnte man Spuren von Wildschweinen – die Trittspuren der Paarhufer sind an ihrer zweigeteilten Form mit jeweils zwei kleinen Linien dahinter gut zu erkennen.

Wie man Mäuse-Fährten erkennt

Bei Rehen sind die Spuren ähnlich, allerdings fehlen die kurzen Linien hinter den beiden Hufabdrücken. Feldhasen hinterlassen zwei nebeneinanderliegende und dahinter zwei einzelne Abdrücke, der Fuchs eine beinahe gerade Linie. Beim Eichhörnchen kann man die Zehenspuren gut sehen, bei der Maus die zwischen den Fußabdrücken gezogene gerade Linie – sie zieht ihren Schwanz hinter sich her. Die Spuren auf dem Foto sind Abdrücke von Krähenfüßen.

Verräterische Krümel

Experten können sogar erkennen, ob das Tier in Eile oder ganz gemächlich unterwegs war und wo es vielleicht eine Pause eingelegt hat. Eichhörnchenspuren hören manchmal ganz plötzlich auf – die Tiere sind schließlich gute Springer und Kletterer. Und Krümel von Samen verraten ein Tier, das seine Mahlzeit auf einem Ast sitzend eingenommen und die Reste auf den Boden fallen lassen hat.

Nicht nur für Kinder ist die Fährensuche ein spannendes Abenteuer, und wer erst einmal damit angefangen hat, wird auch künftig beim Winterspaziergang die Augen offenhalten.

Tierspuren – Infos zur Führung

Die Tour mit Birgit Wackwitz ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet. Treffpunkt ist am Dienstag (10. Januar) um 10 Uhr an der Tramhaltestelle ev. Krankenhaus KEH (M8, 37) in der Allee der Kosmonauten 16, die Teilnahme kostet zwei Euro. Anmeldung unter wackwitz@agrar-boerse-ev.de oder Tel. 0176/10 53 60 26 ist erforderlich – bei Bedarf wird eventuell ein anderer Treffpunkt vereinbart! Info: www.agrar-boerse-ev.de

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