„Tomorrow“: Ein Film zeigt, wie man die Welt retten kann

Tomorrow
Der Film "Tomorrow" zeigt: Nichts ist unmöglich

Ich kenne viele Menschen, die ganz heimlich davon träumen, die Welt zu retten. Oder zumindest ein bisschen besser zu machen. Der Film „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ zeigt Menschen, die nicht nur davon träumen. Sondern etwas tun. Ein großartiges Werk, das inspiriert, auch selbst aktiv zu werden.

Eine Schreckens-Studie war die Geburtsstunde für „Tomorrow“

Eine Studie in der Zeitschrift „Nature“ brachte die Schauspielerin Mélanie Laurent (bekannt u.a. aus „Inglorious Basterds“) und den französischen Aktivisten Cyril Dion zum Nachdenken. Sie sagte ein schreckliches Szenario voraus: den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren. Die beiden wollten den Artikel nicht einfach zur Seite legen und weitermachen wie bisher. Sondern überlegten, was man tun kann. Die bisherigen Ansätze nämlich, so vermuteten sie, würden nicht ausreichen, um die Menschheit aufzurütteln und zum Handeln zu bewegen. Also was tun?

Eine Reise durch viele Länder

Mélanie und Laurent machten sich auf die Suche nach Menschen, die längst handeln. Vieles ist nicht neu: Da gibt es Second-Hand-Shops, Fairtrade-Produkte und Landwirtschaft, die nicht auf Massentierhaltung und Pestizide, sondern auf Nachhaltigkeit setzt. Auf ihrer Reise durch Länder wie Frankreich und Dänemark, Indien, Großbritannien, die USA und Island begegneten die beiden überall Initiativen, die längst angefangen haben, die Welt zu retten.

Was man für die Welt tun kann

Ob es darum geht, ländliche Gebiete wieder zu besiedeln oder neue Formen der Energiegewinnung zu finden, die auf fossile Brennstoffe und Kernenergie verzichten. Um intelligente Nutzung erneuerbarer Ressourcen und um eine Weltwirtschaft, die statt die Natur zu zerstören auf Nachhaltigkeit setzt.

Hindernisse auf dem Weg

Aber Mélanie und Laurent stoßen auch auf die Hindernisse. Gier etwa, die viel Positives verhindert. Oder Machtverhalten. Der Einfluss von Lobbygruppen und der Mangel an Empathie. Dabei sind die Gegenbeispiele so überzeugend, dass sich eigentlich jeder dafür stark machen müsste: Schulen etwa, in denen Kinder lernen, wie man Konflikte friedlich löst und in Harmonie mit sich und der Natur lebt. Was man als Kind lernt, wirkt sich aufs ganze Leben aus.

Gesprächspartner aus vielen Branchen

Im Film kommen Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen zu Wort. Darunter die Wissenschaftlerin Vandana Shiva, der Anwalt Olivier de Schutter (ehemaliger Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für das Recht auf Nahrung), der Energie-Ingenieur Thierry Salomon, der Stadtplaner Jan Gehl aus Kopenhagen und der Gründer der Bewegung „Städte im Übergang“, Rob Hopkins und der Ökonom Bernard Lietaer.

Wenn Unmögliches möglich wird

„Tomorrow“ ist kein Öko-Dokumentarfilm, sondern der Blick auf eine Gesellschaft, die es morgen geben könnte. Die den Weg aufzeigt aus einem Zeitalter, in dem niemand mehr miteinander redet, sich nicht mehr trifft, jeder jeden beurteilt und es nicht mehr genug Mitgefühl gibt. Der Film beweist, dass es anders geht: Da gibt es Menschen, die scheinbar Unmögliches möglich machen, von der Permakultur über die lokale Währung bis zu erneuerbaren Energien.

Jeder kann mitmachen

Mitmachen kann jeder. In seiner Straße, seinem Viertel, mit seinem Nachbarn – und dann Unternehmer und lokale Abgeordnete mobilisieren. Wer einmal angefangen hat, etwas zu tun, der hört nicht mehr auf. Der Film selbst ist ein gutes Beispiel: Er entstand mit Hilfe der Crowdfunding-Plattform „KissKissBankBank“. 10.266 Menschen gaben Geld – innerhalb von zwei Monaten kamen 450.000 Euro zusammen.

Die Lösungen, so das Fazit von „Tomorrow“, sind da, man muss sie nur finden (in Berlin z.B. gibt es längst wunderbare Initiativen wie das Himmelbeet die Prinzessinnengärten und andere Urban-Gardening-Projekte, bei denen gemeinschaftlich gegärtnert wird). Was auf alle Fälle passiert: Wer „Tomorrow“ gesehen hat, fängt an nachzudenken, wie er selbst aktiv werden kann. Im ganz Kleinen oder etwas Größeren. Die Zeit des Abwartens jedenfalls ist vorbei!

„Tomorrow“ – Infos

Hier können Sie den Film sehen: 29. Juli und 2./3. August 2016, jeweils 12.45 Uhr, im Ladenkino b-ware (Gärtnerstr. 19, Friedrichshain, www.ladenkino.de) und am 30. Juli (21 Uhr) im Freiluftkino in den Prinzessinnengärten (Prinzenstraße 35-38 in Kreuzberg)

Weitere Infos über den Film: www.tomorrow-derfilm.de

Der Kinotrailer auf YouTube

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