„We Traders“ – Ideen für eine bessere Welt

In Kreuzberg gibt es gerade eine Ausstellung des Goethe-Instituts zu einem richtig spannenden Thema. „We Traders – tausche Krise gegen Stadt“ heißt sie und befasst sich mit dem Thema ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Klingt erst einmal kompliziert, ist aber nichts anderes als das, was Menschen einfällt, um Städte schöner, gerechter und lebenswerter zu machen.

Tausche Brache gegen grünes Idyll – und weitere Ideen

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich einzubringen und das Stadtleben mitzugestalten. Und großartige Ideen. Da kümmern sich Menschen um eine Brache in ihrer Nachbarschaft und verwandeln sie in ein öffentlich zugängliches grünes Idyll. Andere gründen eine Genossenschaft und kaufen ein Grundstück an der Yorck-/Ecke Möckernstraße, auf dem sie eine Wohnanlage bauen, die nachhaltig, generationenübergreifend und interkulturell ist (dieses Projekt der Initiative Möckernkiez soll im Frühjahr 2016 fertig werden – Infos unter www.moeckernkiez.de).

Das Projekt Betahaus

Beim Projekt Betahaus haben sich 200 Freiberufler aus ganz verschiedenen Bereichen an einem Ort zusammengefunden. Dort kann man sich einen voll ausgestatteten Arbeitsplatz mieten, es gibt einen Konferenzraum und viele Möglichkeiten, in Kontakt zu kommen – ideal für Start-up-Unternehmen (Infos unter www.betahaus.de). Ein weiteres Projekt in Berlin ist das Allende-Kontor, eine Initiative, die sich mit urbanem Gärtnern, sozialem Miteinander, gesundem und günstigem Essen befasst. So gibt es einen Gemeinschaftsgarten auf dem Tempelhofer Feld, auf dem sich 900 Menschen um 300 Hochbeete kümmern (Infos unter www.allmende-kontor.de).

„We Traders“ in mehreren europäischen Großstädten

Projekte wie diese (und viele mehr) gibt es nicht nur in Berlin, sondern auch in Lissabon, Madrid, Toulouse und Turin – und sie alle stellen sich bei der „arbeitenden“ Ausstellung des Goethe-Instituts im Kunstraum Bethanien vor.  Alle Projekte beziehen die Menschen um sich herum mit ein und alle reagieren auf die aktuelle Finanznot der Städte, indem sie selbst aktiv werden, um die Umstände zu verbessern.

Begleitet wird die Ausstellung durch Workshops und Veranstaltungen. Dabei stellt sich zum Beispiel das „Repair Café“ vor, in dem man Kaputtes flicken und verschönern kann, das „Sharehaus“ zeigt neue Formen des Teilens und beim Workshop des alternativen Online-Marktplatzes „Fairnopoly“ geht es um Modelle für eine fairere Wirtschaft. Wer weiß, vielleicht kommt so mancher Besucher ja selbst auch auf Ideen – zu tun ist jedenfalls genug.

 

We Traders – Tausche Krise gegen Stadt: bis 17. August, Kunstraum Bethanien, Mariannenplatz 2, Kreuzberg (U-Bhf. Kottbusser Tor). Öffnungszeiten tgl. 12-19 Uhr, Eintritt frei. Weitere Infos: www.goethe.de/wetraders

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