Spektakuläre Schönheit: das Tränende Herz

Tränendes Herz
Tränendes Herz

Das Tränende Herz ist zwar weder eine wilde, noch eine einheimische Pflanze, aber so besonders, dass es einen Platz in diesem Blog verdient hat. Denn es macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Seine wunderschöne pinkfarbene Blüte biIldet ein perfektes Herz, aus dem unten wie ein Tropfen ein weißes Blütenblatt quillt. In diesem Jahr wird sie mehr beachtet, denn sie ist die Giftpflanze des Jahres 2017.

Tränendes Herz: Einwanderin aus Asien

Heimat der Pflanze ist Asien. In Korea und China wächst sie in lichten Bergwäldern. Im 19. Jahrhundert wurde sie nach Europa gebracht und ist seither als Gartenpflanze sehr beliebt. Außerhalb von Gärten sieht man sie selten – sie verwildert so gut wie nie.

Verwandt mit Windröschen und Erdrauch

Das Tränende Herz gehört zur Ordnung der Hahnenfußartigen (und ist somit zum Beispiel mit der Sumpfdotterblume, dem Winterling, dem Windröschen und dem Adonisröschen verwandt), zur Familie der Mohngewächse und – Biologen lieben es kompliziert – der Unterfamilie der Erdrauch-Gewächse (zu denen gehört z.B. auch der Hohle Lerchensporn und der Erdrauch). Die Verwandtschaft zu den Hahnenfußartigen zum Beispiel verrät sich durch die gefiederten Blätter, die an die Blätter des Windröschens erinnern.

„Männchen in der Badewanne“

Die spektakulären Blüten hängen wie Perlen am bogenförmigen Stängel. Die Blütezeit ist zwischen Mai und Juni. Also jetzt. Übersehen kann man das Tränende Herz (Lamprocapnos spectabilis) garantiert nicht. Und wer es genauer betrachtet, der versteht auch, warum es manchmal auch als „lady in a bath“ oder als „Männchen in der Badewanne“ bezeichnet wird: Wenn man die Blüte umdreht, sieht sie aus wie eine Gestalt, die in einer Wanne sitzt.

Tränendes Herz liebt Halbschatten

Bevorzugter Standort der Pflanze ist Halbschatten, und sie liebt feuchte, humose Erde. Winterfrost verträgt sie, aber gegen Nachtfröste während des Austriebs oder der Blütezeit ist sie empfindlich. Ansonsten ist sie ziemlich anspruchslos. Ausgesät wird sie zwischen Dezember und Februar, die Töpfchen sollten dann an einem warmen Ort aufgestellt werden, bis die ersten Blätter erscheinen. Danach stellt man sie an einen kühlen Ort und setzt sie nach den Eisheiligen ins Freiland (bei kalten Temperaturen sollten sie nachts ins Haus geholt werden). Wichtig ist, dass der Boden nie komplett austrocknet.

Kinder sollte man vom Tränenden Herz fernhalten, denn es enthält mehrere Alkaloide, die Erbrechen und Durchfall verursachen können.

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