Turmfalken-Nachwuchs vor der Kamera

Turmfalke
Turmfalke mit Jungen Foto: NABU/Rosl Rößner

So jung und schon Filmstars…: Die kleinen Turmfalken, die Ende Mai im Nistkasten auf dem Gelände der Park-Klinik Weißensee geschlüpft sind, haben schon das braun-gemusterte Gefieder und sind eifrig dabei, ihre Flügel auszuprobieren. Eine Webcam ermöglicht Neugierigen den Blick in die Kinderstube.

Turmfalken nisten auf dem Klinikgelände

Schon im März machten sich die Altvögel auf dem Klinikgelände bemerkbar – ihre Rufe waren weithin zu hören. Wenig später bezogen sie eine der künstlich angelegten Niststätten im Giebelbereich, ein etwa 50 mal 50 Zentimeter großer Kasten mit Einflugschneise und Sand auf dem Boden.

Webcam gibt Einblicke

Zum Kasten gehört auch eine Webcam, die Neugierigen seither zeigte, wie das Männchen dem Weibchen den Kasten präsentiert, das Weibchen einzieht und vom Männchen mit Futter versorgt wird – ein Balzritual.

Turmfalken nisten in Felshöhlen

Turmfalken bauen keine Nester, sie suchen sich Höhlen oder Nischen in Felsen oder Gebäuden. Weil solche Nischen in einer Großstadt aber immer seltener werden, stellen Naturschützer an verschiedenen Orten künstliche Nisthilfen auf – und viele davon werden tatsächlich zu Vogel-Kinderstuben.

Sandmulde für die Eier

Um Auspolsterungen oder ähnliches kümmern sich Turmfalken nicht. Nur ein bisschen Sand muss sein: für die Mulde, in die die Eier gelegt werden.

Falkenpaare wechseln sich beim Brüten ab

Am 19. April legte das Weibchen das erste und in den folgenden Tagen weitere Eier. Fünf Stück brütete die Falkendame im Nistkasten aus. Männchen und Weibchen wechseln sich bei der Brut ab – mit ihren Körpern halten sie die Eier etwa 38 Grad warm.

Jungtiere mit weißem Daunengefieder

Das Schlüpfen ist ein Kraftakt für die Jungvögel. Sie picken die harte Eierschale mit dem sogenannten Eizahn, einem kleinen weißen Huckel auf dem Oberschnabel, auf. Meist müssen sie mehrere Löcher produzieren, bis sie sich durch die entstandene Öffnung zwängen können. Anfangs tragen sie ein weißes Daunenkleid und müssen ständig gewärmt werden.

Die Küken sind immer hungrig

Sobald der Nachwuchs geschlüpft ist, beginnt Schwerstarbeit für die Eltern, die ununterbrochen Nahrung von der Maus bis zum kleinen Vogel heranschaffen, um die ewig hungrigen Küken zu füttern.

Am 10. Juni wurden die Jungvögel beringt und gewogen. Zwischen 204 und 250 Gramm brachten sie auf die Waage, aber seither haben sie ständig zugenommen.

Einblicke in die Turmfalken-Kinderstube

Wer die jungen Turmfalken und ihre Eltern beobachten möchte, bekommt unter dem blau unterlegten Link Einblicke in die ihre Kinderstube.

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