Überlegungen über die Zukunft des Spreeparks

Riesenrad im Spreepark Foto: Silke Böttcher
Riesenrad im Spreepark Foto: Silke Böttcher

Der Spreepark in Treptow gehört für mich zu den spannendsten Orten in Berlin. Diese Mischung aus wildem Grün und den Überresten des ehemaligen Vergnügungsparks ist einfach großartig. Seit 2001 ist die Natur dabei, sich das verlassene Gelände zurückzuerobern, und man kann ihr dabei förmlich zugucken.

Spreepark: Viele Ideen, keine Entscheidung

In den vergangenen Jahren gab es viele Ideen, wie der Spreepark künftig genutzt werden könnte. Verwirklicht wurde keine davon. Zuletzt war im Juli die Zwangsversteigerung angesetzt, wurde aber kurzfristig abgebrochen. Die Zukunft? Offen.

Theater und Natur

Genutzt wird der Spreepark trotzdem. Ein bisschen. Auf dem Gelände wurde und wird Theater gespielt: das Stück „Spuk unterm Riesenrad“, das 1979 als Fernsehserie gelaufen war. 2006 gab es das Musical „Geschichten aus dem Plänterwald“. Auch in unterschiedlichen Filmen spielte das Gelände eine Rolle. Mit „Achterbahn – Der Film“ entstand 2009 sogar  ein kompletter Dokumentarfilm über den Spreepark. Zwischendrin befassten sich immer wieder Experten mit Ideen zur Renaturierung des Areals. Denn die Natur war nicht untätig, während die Karussells und andere Fahrgeschäfte verfielen: Überall auf dem Spreepark-Gelände wuchert es, und manches Gewächs gehört zu den seltenen Arten. Als ich einmal beim Langen Tag der Stadtnatur eine Führung mitgemacht habe, zeigte  mir eine Biologin gleich mehrere geschützte Pflanzenarten, die dort wachsen.

Bürgerinitiative stellt neue Ideen für den Spreepark vor

Die Zukunft ist ungewiss, aber Überlegungen gibt es weiterhin. Am 13. Dezember lädt der Verein „Creative Office“ ins Ballhaus Rixdorf ein, zeigt eine Collage aus den Filmen „Geheimnisvolle Orte“, „Achterbahn“ und „Berlin verkauft Berlin“, dazu gibt es Musik. Hauptthema aber ist eine Gesprächsrunde mit der Bürgerinitiative „Bürgerpark im Spreepark“, die ihre Ideen für die Nutzung vorstellen möchte. Auch Sabrina Witte, die Tochter des ehemaligen Spreepark-Betreibers, und Baustadtrat Rainer Hölmer sind eingeladen. Zu den Zielen der Initiative gehört, den naturbelassenen Zustand zu erhalten. Eine Art nachhaltiger Freizeitpark könnte entstehen, in dem das Grün eine Hauptrolle spielt. Ideen sind erwünscht!

Termin: 13. Dezember, 20 Uhr, Ballhaus Rixdorf, Kottbusser Damm 76, Kreuzberg ( U Schönleinstraße oder Hermannplatz).  Info: http://open-media-foundation.org/wordpress/spreewaldpark/

Übrigens: Sonntags gibt es Führungen im Spreepark. Infos zu Terminen stehen unter folgendem Link

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