Warum die Bachstelze auch „Wippsteert“ genannt wird

Manchmal passen Volksmund-Namen viel besser zu Tieren als die offiziellen. Bei der Bachstelze ist das auf jeden Fall so: „Wippsteert“ wird der Vogel im Plattdeutschen genannt – und das heißt so viel wie „Wippschwanz“. Warum das so gut passt? Gucken Sie  mal einer Bachstelze beim Gehen zu…

Die Bachstelze wippt mit dem Schwanz

Der Vogel macht seinem plattdeutschen Namen wirklich alle Ehre. Mit dem wippenden langen Schwanz, den trippelnden Schritten und den ruckartigen Kopfbewegungen ist er sehr leicht zu erkennen. Grund für das Wippen ist das Picken nach Insekten auf dem Boden.

Schwarz-weißer Vogel

Das Gefieder der Bachstelze ist grau-weiß, am Hinterkopf und an der Brust ist sie schwarz, im Gesicht weiß. Der schlanke Vogel wird ungefähr 19 Zentimeter lang – ungefähr die Hälfte davon nimmt der Schwanz ein.

Vorliebe für Gewässer

Der Namensteil „Bach“ sagt ein bisschen etwas über den Lebensraum der Bachstelze aus. Der Zugvogel liebt und bevorzugt die Nähe von Gewässern. Man sieht ihn vor allem in Uferbereichen von Flüssen. Aber der Kulturfolger fühlt sich auch in offenen Landschaften und sogar in Städten wohl – jedenfalls dort, wo es keine allzu dichte Bebauung gibt. Nur auf Rasenflächen mit nicht zu hohem Bewuchs ist er angewiesen – dort sucht er nach Insekten.

Brut in Mauerlöchern

Für die Brut sucht die Bachstelze Löcher in Mauern oder unter Dachziegeln, sie nimmt aber gerne auch Nistkästen an, die die Menschen ihnen anbieten (die sogenannte Halbhöhle).

Die Bachstelze und ihr Gesang

Sehr häufig ist die Bachstelze, die bei der Stunde der Gartenvögel 2014 weit hinter Spatz, Amsel und Kohlmeise auf Platz 32 landete (insgesamt wurden in Berlin 89 Tiere gezählt), in Berlin nicht. Und sehr laut auch nicht: Wenn sie singt, dann meist nur eine einzige Strophe: ein hohes, etwas metallisch klingendes „zitit-zitit“.

 


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