Was die Sumpf-Schwertlilie mit dem Schwert zu tun hat

Die Pflanze auf dem Foto hat ein Problem. Die Landschaft, die sie braucht, gehört zu denen, die der Mensch eher nicht braucht. Und deshalb allzu oft zerstört. Denn die Sumpf-Schwertlilie liebt nasse Füße. Sie wächst auf feuchten Wiesen, in Bruchwäldern und manchmal auch an Gräben. Zumindest die ersten drei sind sehr gefährdete Biotop-Arten. Aus diesem Grund ist die Sumpf-Schwertlilie in ganz Deutschland selten. Aber mit etwas Glück kann man sie sogar in Berlin sehen. Zum Beispiel im Naturschutzpark Marienfelde.

Die riesigen Blüten der Sumpf-Schwertlilie

Die Pflanze ist eine Schönheit mit riesigen dreigeteilten gelben Blüten, die deutlich größer sind als etwa die der Sumpfdotterblume. Nach der Blüte bildet die Sumpf-Schwertlilie lange Kapselfrüchte,  in denen die Samen heranreifen. Ihren sehr langen schmalen Blättern verdankt sie ihren Namensteil „Schwert“. Und wenn wir schon mal beim Namen sind: Die wissenschaftliche Bezeichnung der Schwertlilien-Arten ist „Iris“ – Namenspatin ist die griechische Regenbogengöttin Iris. Weltweit gibt es etwa 1800 Arten.

Kapselfrüchte mit schwimmenden Samen

Bestäubt wird die Sumpf-Schwertlilie von langrüsseligen Insekten wie Hummeln und Schwebfliegen, die regelrecht in die Blüte hineinfliegen müssen, um an den Nektar zu kommen – und dann nebenbei das Pollenpaket übernehmen. Später verwachsen einige der Fruchtblätter zu der schon erwähnten Kapselfrucht. Die Samen darin sind sehr leicht,  schwimmfähig und noch dazu sehr ausdauernd, denn sie können einige Jahre lang ausharren, bis sie den geeigneten Ort zum Keimen gefunden haben.

Die Sumpf-Schwertlilie als Zierpflanze

Wenn man sich die Sumpf-Schwertlilie so ansieht, ist es kein Wunder, warum sie als Zierpflanze auch in manchem Park und Garten steht. Es ist die gezüchtete Variante – die wildwachsende steht unter strengem Schutz. Aber daran freuen kann man sich ja auch, wenn man sie in der wilden Natur sieht.

 

 

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2 thoughts on “Was die Sumpf-Schwertlilie mit dem Schwert zu tun hat”

    1. Liebe Angi, Dankeschön!!
      Ich drücke die Daumen, dass sie noch kommt – sie hat ja noch ein bisschen Zeit bis zur Blüte.
      Liebe Grüße von Silke

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