Das Geheimnis der Wildrose

Wildrose
Wildrose

Am 14. Februar ist Valentinstag – Grund genug, sich mal mit einer Pflanze zu beschäftigen, die wie keine andere mit Liebe in Verbindung gebracht wird: die Rose. Genauer gesagt, die Wildrose – schließlich geht es in diesem Blog um das wilde Berlin. Und diese Blume muss sich vor der berühmteren Schwester wirklich nicht verstecken!

Die Wildrose hat leuchtend rote Hagebutten

Die häufigste Wildrosen-Art ist die Heckenrose, auch als Hunds-Rose (Rosa canina) bekannt – sie wächst auch in Berlins Natur überall an Wegen, in Gebüschen und auf verwilderten Flächen. Mit Hunden hat sie übrigens nichts zu tun, der Name kommt von „hundsgemein“, was in diesem Fall für „sehr verbreitet“ steht – tatsächlich kommt sie in ganz Europa vor. Im Winter bemerkt man die Pflanze vor allem durch ihre leuchtend roten Hagebutten, die bei Kindern beliebt sind, weil die beigefarbenen Nüsschen in ihrem Inneren so wunderbares Juckpulver sind, und Erwachsene, weil Hagebutten richtig lecker schmecken (und sogar sehr gesund sind).

Zarte, duftende Blüten

Im Frühling zeigt die Heckenrose ihr anderes Gesicht. Dann nämlich entfaltet sie ihre zartrosafarbenen Blüten, die wunderbar duften – besser als die meisten gezüchteten Rosensorten. Schön sind sie auch: Ihre fünf Blütenblätter sind so weit geöffnet, dass man die unzähligen Staubblätter in der Mitte sehen kann.

Vorsicht, stachelig!

So zart diese Wildrose aussieht, so wehrhaft ist sie: Ihre Stacheln (die heißen wirklich so, die Bezeichnung Dornen stimmt für Rosen nicht) sind ziemlich kräftig. Wer mal eben im Vorbeigehen einen Heckenrosenzweig abbrechen möchte, der kann sich blutige Finger holen.

Pionierpflanze auf der Brache

Oft sieht man Heckenrosen auf Brachen, von denen es in Berlin ja genug gibt. Da wachsen sie an Zäunen oder Mauern hoch und sehen nicht nur sehr schön aus, sondern sind auch noch Pionierpflanzen, die den Boden befestigen. Deshalb stehen sie oft auch an Abhängen neben Straßen. Und für Edelrosen spielen sie auch eine wichtige Rolle: Wildrosen dienen als „Unterlage“ zur Veredelung.

Das duftende Öl der Wildrose

Wer eine Wildrose verschenken möchte: Man bekommt sie als Strauch im Gartencenter. Bis zum Valentinstag schafft sie es allerdings nicht, aufzublühen. Ihren Duft gibt es trotzdem, man bekommt in Drogerien Produkte mit Wildrosenöl. Das Öl der Heckenrose ist allerdings nicht ganz so glamourös wie das der Damaszenerrose (es steckt zum Beispiel im Rosen-Pflegeöl von Dr. Hauschka oder im Öl „Rose bulgarisch“ von Primavera) oder der Chilenischen Wildheckenrose Rosa mosqueta (es ist u.a. Bestandteil im Wildrosen-Pflegeöl von Weleda). Betörenden Duft verbreiten sie alle – und wecken Vorfreude auf den Frühling.


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