Woher die Lachmöwe ihren Namen hat

Lachmöwe
Lachmöwe im Prachtkleid Foto: Carsten E. Böttcher

Es gibt Vögel, die man eigentlich nur mit dem Meer in Verbindung bringt. Zu Unrecht, denn Lachmöwen zum Beispiel gibt es auch in Berlin. Jedenfalls dort, wo Wasser in der Nähe ist, denn das braucht sie unbedingt. Ihre Anpassung daran erkennt man an den Schwimmhäuten zwischen ihren Zehen.

Die Lachmöwe und Linné

Um die Herkunft ihres Namens wird ein bisschen gestritten. Manche meinen, er käme von „Lache“ – also flaches Wasser – als Hinweis auf ihren Lebensraum. Wissenschaftler bevorzugen die Verbindung zu „Lachen“ und meinen damit den Ruf des Vogels, der einem heiseren Lachen ähnelt. Schon der schwedische Naturforscher Carl von Linné (1707-1778), Begründer der naturkundlichen Systematik, bezog sich bei der Namensvergabe auf die Stimme der Möwe.

Das Prachtkleid

Die Lachmöwe wird etwa 35 Zentimeter lang und hat eine Flügelspannweite von fast einem Meter. Erkennen kann man sie am Prachtkleid (Foto): der Kopf ist braungrau, der Schnabel rot und am Auge trägt sie einen weißen Rand, der nicht durchgängig ist. Hals und Brust sind weiß, Flügeldecke und Rücken grau und die Schwanzspitze schwarz. Auch die Spitzen der Flügel haben einen schwarzen Rand.

So sieht das Schlichtkleid aus

Das Prachtkleid tragen die Lachmöwen nur während der Brutzeit, etwa von März bis Juli. Im Schlichtkleid sind sie schwerer zu erkennen, dann sind nämlich nur ein paar Stellen an den Augen und Ohren schwarz gefärbt und der rote Schnabel hat eine schwarze Spitze. Der Rest ist weiß oder auch beigegrau.

Vorliebe für Gewässer

Lachmöwen sind Allesfresser, die die Nähe von Gewässern suchen. Im Winter sieht man sie auch auf Äckern und Wiesen, in Häfen und sogar auf Müllkippen. Hauptnahrungsquelle sind fliegende Insekten, sie fressen aber auch Regenwürmer, Krebse, kleine Fische und Abfälle. Brot zum Beispiel mögen sie sehr.

Die Lachmöwe brütet in der Gruppe

In der Brutzeit leben die Lachmöwen in Kolonien und lassen keine anderen Vögel in ihre Mitte. Einige tausend Paare brüten mancherorts beieinander, und die Kolonien sind nicht zu übersehen – oder besser: zu überhören. Denn das krä-kräää-kräää, machmal auch kriääää, klingt aus tausenden von Schnäbeln. Es braucht ein bisschen Phantasie, in dem Ruf ein Lachen zu erkennen, aber die Lachmöwen haben sich ihren Namen ja auch nicht ausgesucht…

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