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Die Ringeltaube liebt Parks und Friedhöfe

Die Ringeltaube ist immer einer der Sieger bei der Stunde der Gartenvögel. Deutschlandweit landete sie dieses Jahr auf Platz acht, in Berlin auf Platz 6 und in Brandenburg wurde sie ebenfalls Achte.

Die größte Taube Mitteleuropas

Ursprünglich wohnte die Ringeltaube (Columba palumbus) in offenen Landschaften mit etwas Wald oder zumindest einigen Bäumen oder Büschen. Aber heute bieten ihr auch städtische Parks und Friedhöfe beste Lebensbedingungen. Sie wird um 40 Zentimeter groß und ist mit ihrer Flügelspannweite von bis zu 77 Zentimetern die größte Taube Mitteleuropas. 

Die Ringeltaube trägt weiße Halsstreifen

Der Vogel trägt auffällige weiße Halsstreifen, auch an den Flügeln hat er weiße Bänder (das unterscheidet ihn zum Beispiel von der Stadttaube). Der Kopf ist blau-grau, Schultern und vorderer Rücken sind braun-grau. Kropf und Brust sind rötlich, der restliche Körper hat etwa die gleiche Farbe wie der Kopf. Wer die Ringeltaube betrachtet, stellt fest, dass ihr Körperbau ein bisschen unproportional ist: Der Kopf wirkt sehr klein im Vergleich zum restlichen Körper. Das taubentypische Gurren – ruguu-ruguu – ist nicht nur während der Balz, sondern den ganzen Sommer über zu hören.

Die Brut dauert zwei Wochen

Die Balz beginnt im März/April, in der Stadt oft sogar schon davor. Zu den Ritualen gehört das lautstarke Aneinanderklatschen der Flügel. Wenn sich ein Paar gefunden hat, bietet das Männchen geeignete Nistplätze an. Meist liegen die auf (Nadel-)Bäumen oder in hohen Sträuchern und sind gut vor Blicken geschützt. In der Stadt brüten Ringeltauben häufig auch in Gebäudenischen. Gebrütet wird etwa zwei Wochen, danach dauert es nur wenig länger als einen Monat, bis die Jungvögel fliegen können.

Stand- oder Kurzstreckenzieher

A propos Fliegen: Ringeltauben können sowohl Stand- als auch Kurzstreckenzieher sein. Je weiter nördlich ihr Brutgebiet liegt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Winter in wärmeren Gebieten verbringen. Die meisten davon zieht es ans Mittelmeer, meist ziehen sie in Scharen.

Der Vogel ist ein Vegetarier

Auch in ihren Brutgebieten sind Ringeltauben gesellig und suchen oft gemeinsam nach Nahrung. Die ist fast ausschließlich pflanzlich und besteht aus Bucheckern, Eicheln, Beeren und Früchten. In Städten nehmen sie auch weggeworfene Backwaren an.

Städte bieten Schutz vor Fressfeinden

Vielleicht sind Städte auch deshalb bei Ringeltauben beliebt, weil es dort weniger natürliche Feinde gibt. Auf dem Land fallen viele der Tiere dem Habicht zum Opfer. Auch Wanderfalke, Sperber, Mäusebussard und der Uhu jagen die Tauben.

Die Ringeltaube ist sehr häufig

Hauptfeind aber ist der Mensch. In vielen Ländern wird die Ringeltaube sehr intensiv bejagt – zwischen 1. November und 20. Februar ist das in Deutschland erlaubt. Weil die Zahlen gesunken sind, gibt es aber inzwischen Gebiete, in denen Altvögel Bestandsschutz genießen. Dennoch ist die Taube immer noch einer der häufigsten Brutvögel in Europa – in Deutschland sollen es bis zu 2,6 Millionen Paare sein.

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