Woher der Zilpzalp seinen Namen hat

Zilpzalp
Zilpzalp

Wenn Sie sich wundern, woher der Zilpzalp seinen Namen hat, dann hören Sie ihm doch mal beim Singen zu: Der kleine Vogel zwitschert sein munteres „zilp-zalp“ durch den Park. Bei der Stunde der Gartenvögel 2020 landete er deutschlandweit auf Platz 34, in Berlin und Brandenburg wurde er 30.

Zilpzalp und Fitis

Überhören kann man den Zilpzalp (Phylloscopus collybita) nicht, übersehen aber schon. Denn der Vogel, der auch als Weidenlaubsänger bezeichnet wird, ist sehr unscheinbar. Sein Gefieder ist oben braun-olivfarben und unten etwas heller, seine Beine sind dunkelbraun bis schwarz. Letzteres unterscheidet ihn vom sonst sehr ähnlichen und eng verwandten Fitis. Der Zilpzalp ist zudem ein bisschen kleiner und kompakter als der Fitis. Er kommt auf etwa zehn bis zwölf Zentimeter Körperlänge.

Vorliebe für Wälder mit Sträuchern

In Sachen Lebensraum ist der Zilpzalp anpassungsfähig – das ist auch einer der Gründe, warum er noch ziemlich häufig ist. Er lebt in Wäldern, Parks, Feldgehölzen, großen Gärten und auch auf Friedhöfen. Am wohlsten fühlt er sich dort, wo es auch Sträucher gibt, die ihm Deckung bieten. Einförmige Biotope, etwa geschlossene Rotbuchen-Wälder, meidet er, in Erlenbruchwäldern und Auwäldern kann man ihn dagegen häufig sehen.

Ein typisches Verhalten des Vogels ist das Nach-unten-Schlagen des Schwanzes – auch das unterscheidet ihn vom Fitis, der das nur kurz nach der Landung tut.

Nahrungssuche in Bäumen

Der Zilpzalp geht vor allem in Bäumen auf Nahrungssuche, auf dem Boden ist er nur selten unterwegs. Man kann ihn dabei beobachten, wie er von Blatt zu Blatt fliegt und nach kleinen Insekten sucht. Auch Spinnen und Schnecken gehören zu seinen Beutetieren. Im Herbst lässt er sich auch Früchte und Beeren schmecken.

Das Weibchen baut das Nest allein

Der Nestbau ist beim Zipzalp Frauensache. Das Weibchen sucht den richtigen Platz aus – meist liegt er nur ein kleines Stück über dem Boden, etwa in Brombeerhecken. Es verwendet Gras, Moos und auch kleine Federn für den Bau, in den es ab Mitte April vier bis sechs Eier legt. Nach etwa zwei Wochen schlüpft der Nachwuchs, der schon nach knapp 20 Tagen fliegen kann.

Der Zilpzalp als Zugvogel

Schon Mitte August beginnt beim Zilpzalp der Abflug in den Süden, die letzten Vögel ziehen Anfang Oktober in Richtung Mittelmeer und Persischer Golf. Einige fliegen sogar bis in die Regionen südlich der Sahara. Zurück geht es ab Ende Februar.

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Ergebnisse der Stunde der Gartenvögel 2020

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