Mitzählen bei der Stunde der Wintervögel 2019

Weidenmeise
Weidenmeise

Gleich zu Beginn des neuen Jahres startet wieder das große Zählen: Die Stunde der Wintervögel 2019 steht vor der Tür. Jeder kann mitmachen und zwischen dem 4. und 6. Januar eine Stunde lang die Vögel in seinem Garten oder in einem Park zählen. Im vorigen Jahr machten in Deutschland 136.000 Menschen mit und übermittelten Zählungen aus über 92.000 Gärten – ein Rekord.

Stunde der Wintervögel in Parks und Gärten

Im Winter suchen Vögel in Parks und Gärten Unterschlupf und vor allem Nahrung. Wenn es im Wald und in der wilden Natur ausreichend Früchte und Samen finden, bleiben sie den menschlichen Siedlungen eher fern. Aber wenn es im Wald nicht genug Beeren, Eicheln und Bucheckern gibt, dann sieht man sie in den Gärten, wo sie an Sträuchern oft noch Früchte finden. Oder sich über die Gaben der Menschen in den Futterhäuschen hermachen.

Mastjahr 2018 kann die Zahl der Vögel beeinflussen

In diesem Jahr könnte die Zahl der Vögel in Parks und Gärten geringer ausfallen, denn 2018 war in vielen Regionen ein Mastjahr – Bäume wie Eichen, Buchen, Ahorne, Haseln und Walnussbäumen tragen besonders viele Früchte. Auch Schlehe, Schneeball und viele Obstbäume liefern ihnen mehr Nahrung als sonst.

Bei Kälte kommen mehr Vögel in die Siedlungen

Es gibt aber noch weitere Faktoren. Etwa das Wetter. Wenn es kalt und verschneit ist, zieht es viele Vogelarten in die Siedlungen, in denen es meist ein bisschen wärmer sind. Und es kommen Gäste:

Wintergäste aus dem Norden

Neben den heimischen Vogelarten – Standvögel, die das ganze Jahr über bleiben oder Teilzieher, die sich nur einige oder einige hundert Kilometer von ihren Brutplätzen entfernen – kommen immer auch Arten aus Skandinavien oder Russland, darunter der prachtvolle Seidenschwanz.

Sorge um die Amsel

Sorgen macht den Tierschützern die Amsel, die vom Usutu-Virus bedroht ist. Man vermutet, dass im vorigen Jahr mehrere hunderttausend Amseln daran gestorben sind. Wie es sonst um die heimischen Vögel bestellt ist, sollen die Zählungen bei der Stunde der Wintervögel 2019 ergeben.

Eine Stunde lang Vögel zählen

Wer mitmachen möchte, sucht sich zwischen dem 4. und dem 6. Januar für eine Stunde einen ungestörten Platz im Garten oder Park und zählt in dieser Zeit die Vögel, die auftauchen. Es wird von jeder Art ie höchste Zahl von Vögeln aufgeschrieben, die sich während der einen Stunde gleichzeitig beobachten ließ. Auf diese Weise kann man Doppelzählungen vermeiden. Gezählt werden nicht nur Vögel, die sich im Garten aufhalten, sondern auch solche, die ihn überfliegen.

Realistisches Bild der Vielfalt gewinnen

Den Experten geht es bei der Stunde der Wintervögel 2019 nicht darum, möglichst viele Vögel zu beobachten, sondern darum, ein realistisches und über die Jahre vergleichbares Bild zu bekommen.

Zähl- und Bestimmungshilfen zum Herunterladen

Wer mag, kann sich unter www.stundederwintervoegel.de Zähl- und Bestimmungshilfen herunterladen und sich Steckbriefe der häufigsten Vogelarten durchlesen. Melden kann man seine Beobachtungen am 5. und 6. Januar jeweils zwischen 10 und 18 Uhr unter 0800-1157115 (kostenlos) oder bis zum 15. Januar online. Unter den Teilnehmern werden u.a. ein Zeiss-Fernglas im Wert von 1100 Euro, Futtersäulen von Vivara und Vogelbücher aus dem Kosmos-Verlag verlost.

Viele Veranstaltungen bei der Stunde der Wintervögel 2019

In Verbindung mit der Stunde der Wintervögel 2019 gibt es viele öffentliche Führungen und Veranstaltungen, bei denen man ebenfalls zählen kann.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2012-2019 Silke Böttcher · Wildes Berlin · All Rights Reserved