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Frühlings-Greiskraut: gelbe Schönheit mit dunkler Seite

Das Frühling-Greiskraut gehört zu den Pflanzen, die von vielen Menschen als Unkraut bezeichnet werden. Dabei ist es mit seinen sonnengelben Blüten eine Schönheit. Es wächst auf sonnigen Brachflächen, an Böschungen und Wegrändern, aber auch auf lehmigen Äckern, und nutzt auch schon mal einen winzigen Spalt zwischen zwei Steinen im Boden.

Das Frühlings-Greiskraut blüht oft bis in den Herbst hinein

Ursprünglich kommt das Frühlings-Greiskraut (Senecio vernalis), das auch als Frühlings-Kreuzkraut bekannt ist und zur Familie der Korbblütler gehört, aus Südosteuropa. Auch in Regionen des Iran, Syriens und der Türkei ist es zu Hause. Es wird etwa 30 bis 50 Zentimeter hoch. Die Blütezeit liegt, wie der Name schon ahnen lässt, im Frühling (etwa April bis Juni). Aber so ganz hält es sich nicht immer an diese Zeit: Manchmal kann man die gelben Blüten sogar noch im späten Herbst sehen.

Wenn man sich die Pflanze anschaut, fallen die gefiederten, mit dünnem Filz bedeckten Blätter auf, die man auf den ersten Blick mit denen von Disteln verwechseln könnte. Allerdings gibt es hier keine Dornen.

Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge

Im Frühling könnte man die Pflanze mit dem Gewöhnlichen Kreuzkraut verwechseln, aber dessen Blüten sind deutlich kleiner. Besucht werden die Blüten von unterschiedlichen Wildbienenarten, Schmetterlingen und vielen Schmetterlingsraupen.

Die Samen werden vom Wind verbreitet

Nach der Blüte reifen die Samen heran, die an Schirmchen hängen und vom Wind verbreitet werden. In dieser Zeit könnte man das Frühlings-Greiskraut (zumindest dann, wenn man nicht genau hinschaut) mit dem Löwenzahn verwechseln. Allerdings sind die Fruchtstände deutlich kleiner und die Schirmchen kürzer.

Frühlings-Greiskraut ist giftig

So schön das Frühlings-Greiskraut ist: Wie auch andere Greiskräuter ist es für Mensch und Tier giftig, es schützt sich mit sogenannten Pyrrolizidin-Alkaloiden vor Fressfeinden. Vieh meidet es auf der Weide, denn es ist extrem bitter. Um zu verhindern, dass es ins Winterfutter gerät, raten Naturschützer Landwirten, dafür nur Wiesen zu nutzen, auf denen die Pflanze nicht wächst. Imker sollten ihre Bienenstöcke nicht in die Nähe von Wiesen mit Greiskräutern stellen.

Das gilt auch für das verwandte Jakobs-Greiskraut, das im Sommer blüht und zu dem sich der NABU in einer Stellungnahme geäußert hat. Darin heißt es auch, dass die Pflanze regelmäßiges mahdunverträglich ist und sich auf regelmäßig gemähten Wiesen nicht ausbreiten kann.

Wenn Sie Frühlings-Greiskraut im Garten entdecken und entfernen möchten, sollten Sie Handschuhe anziehen. Denn manche Menschen reagieren mit Hautreizungen aufs Berühren der Pflanze.

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